Wirtschaftsförderung Erzgebirge, Sachsen
Regionalmanagement Erzgebirge
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Stand / Druckdatum: 28.06.2017

Zabag Erzgebirge Wirtschaft

 

 
 
 

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ZABAG Security Engineering GmbH

Weltweite Sicherheit aus dem Erzgebirge

„Jeder hat einmal klein angefangen.“ Dieses Sprichwort trifft zu einhundert Prozent auf die ZABAG Security Engineering GmbH aus Grünhainichen zu. 1990 in einer Garage gegründet, hat sich das erzgebirgische Unternehmen im Bereich Objektsicherung, mechanische Fertigung, E-Service und Oberflächenveredlung zu einem der großen Marktplayer entwickelt. Deutsche und internationale Unternehmen, Botschaften, Militär oder Regierungen schätzen die Qualitätsarbeit und Seriosität der Erzgebirger. In einer weiteren Ausbaustufe wird der Firmenstandort in Grünhainichen derzeit vergrößert. Dafür wurde man im September 2013 zum zweiten Mal nach 2009 mit dem Wachstumspreis der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau ausgezeichnet.

Fertigungsfläche wächst auf 7.000 Quadratmeter
„Wir liegen auf den Tag genau exakt in der Planung“, freut sich Michael Simon, Geschäftsführender Gesellschafter der ZABAG Security Engineering GmbH, über den aktuellen Stand der Firmenerweiterung. Die gestiegene Auftragslage und die damit entstandenen Kapazitätsengpässe haben es notwendig gemacht, die Fertigungsfläche zu vergrößern. „Wenn alles weiter nach Plan läuft, wollen wir zum Jahreswechsel 2013/2014 die neue Produktionshalle einweihen“, sagt der studierte Maschinenbauer. Die derzeitigen 4.500 Quadratmeter werden auf 7.000 Quadratmeter Produktionsfläche erweitert. Das neue Bürogebäude hat eine Größe von etwa 1.100 Quadratmeter.

Neue Schweißstraße bestimmt europäisches Niveau
Prunkstück der neuen Halle wird dann eine automatische Schweißstraße sein, die eine Länge von insgesamt 36 Meter haben wird. „Bisher wird bei uns alles per Hand geschweißt. Mit der neuen Anlage erreichen wir dann einen Fertigungszyklus, der einzigartig ist in Europa“, freut sich Michael Simon. Nach Aussagen des Geschäftsführers lassen sich damit Toranlagen bis zu einer Länge von 18 Metern und einer Höhe von 3,50 Meter schweißen. Ziel ist es, die Maschine im 2-Schicht-System laufen zu lassen. „Bei sehr guter Auftragslage können wir aber auch auf drei Schichten umstellen“, so Michael Simon.

Full-Service überzeugt Kunden weltweit
Mit Abschluss der Baumaßnahmen sieht Michael Simon die Wandlung der ZABAG GmbH vom Komponentenhersteller zum Systemhersteller als abgeschlossen. Das Geheimnis des weltweiten Erfolgs liege auch darin, dass dem Kunden vom Erzgebirge aus ein Komplett-Service angeboten werde. Dazu gehört inzwischen eine Gefahrenanalyse, die in der Vergangenheit von einem externen Planer vergeben wurde. Heute wird vor Auftragsbeginn der Sicherheitsstandard, der bei dem jeweiligen Objektes notwendig ist, vorgegeben und der Ist-Zustand ermittelt. „Von der Beratung, Planung, Entwicklung über die Fertigung bis zur Auslieferung – wir bieten unseren Kunden sowohl Systemlösungen als auch persönliche individuelle Lösungen an. Auch deshalb ist das mittelständische Unternehmen international so gefragt“, sagt Simon, der seit 2011 auf Geschäftsreisen als Botschafter des Erzgebirges die Werbetrommel für den Wirtschaftsstandort rührt. Hauptmarkt für ZABAG ist dabei Europa, wobei Deutschland mit 55 bis 65 Prozent den Löwenanteil ausmacht. Die Exportquote, die derzeit bei 35 bis 45 Prozent liegt, soll in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Aufträge außerhalb Europas, beispielsweise in Kenia, Indien oder im Mittleren Osten, seien auch schon realisiert worden.

Ausbildung wird großgeschrieben
Derzeitig beschäftigt die ZABAG Security Engineering GmbH 108 Mitarbeiter. Nach der Standorterweiterung sollen es dann 120 bis 130 werden, denn mit der erhöhten Kapazität der neuen Schweißstraße werden auch mehr Pulverbeschichtungen oder Vertriebsaktivitäten notwendig. Im Bereich der ingenieur-technischen Fachkräfte sieht Michael Simon das Unternehmen gut aufgestellt. Auch in der Zukunft sieht er gute Chancen neue Fachkräfte mit der entsprechenden Qualifikation einzustellen. Im Bereich der Mechatroniker oder Schweißer sei dies problematischer. „Es ist schwer junge Fachkräfte zu gewinnen. Entweder die Interessen derer seien völlig andere oder die gut Ausgebildeten verlassen die Region in Richtung alter Bundesländer“, berichtet der Geschäftsführer von seinen Erfahrungen. Auch aus diesem Grund bildet das erzgebirgische Unternehmen seit 1995 kontinuierlich aus. Aktuell werden sechs Auszubildende beschäftigt – bis zu elf sollen es nach dem Ausbau werden. Bei der sogenannten Verbundausbildung arbeitet die ZABAG intensiv mit dem Bildungszentrum „Internationaler Bund“ in Zschopau zusammen.
 
Stolz der Mitarbeiter ausschlaggebend
Internationale Reputation und eine positive Außendarstellung spielen eine große Rolle in der Firmenphilosophie der ZABAG GmbH. In den nächsten Monaten wird dafür der Außenauftritt der Erzgebirger etwas umgekrempelt. So entsteht unter anderem ein neues Logo. Noch wichtiger für das Image des Unternehmens sei allerdings die Einstellung der Belegschaft. „Der Stolz der Mitarbeiter auf das Unternehmen und auf unsere Produkte sind extrem wichtig für das Image“, sagt Michael Simon. „Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sich jeder Arbeiter, jeder Angestellte zu einhundert Prozent mit der ZABAG identifiziert.“
 
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