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Freiberger Forscher entwickeln intelligente Roboter für den Bergbau

05.12.2017  | Forschung

Wenn es für Menschen zu gefährlich wird, sollen künftig Roboter die Arbeit übernehmen. Damit diese richtig funktionieren, benötigt es moderne Technologien. Freiberger Nachwuchsforscher verknüpfen dafür mobile Roboter mit dem Internet der Dinge. Getestet werden sie im Forschungs- und Lehrbergwerk. ARIDuA (Autonome Roboter und Internet der Dinge in untertägigen Anlagen) heißt die neue ESF-Nachwuchsforschergruppe der TU Bergakademie Freiberg, die untersucht, wie Roboter vom sogenannten Internet der Dinge (IoT) profitieren können.

Über Sensoren unterschiedlichster Art und WLAN-Stationen sollen sich moderne Maschinen bald selbst navigieren und drahtlos Bilder oder Videosequenzen aus für Menschen unzugänglichen Umgebungen senden können.

Eine Einsatzmöglichkeit der neuen Technologie erproben die Freiberger Wissenschaftler im hochschuleigenen Forschungsbergwerk „Reiche Zeche“. Dafür nutzen die Nachwuchsforscher das im Rahmen des Living Labs installierte Sensornetzwerk. „Das Netz erfasst dabei nicht nur den Ort und die Aktivität der Roboter, sondern ermöglicht auch eine drahtlose Übermittlung bestimmter Umweltparameter wie der Temperatur oder der Luftqualität per Bluetooth oder WLAN“, erklärt Prof. Prof. Bernhard Jung vom Institut für Informatik. Um das Netzwerk weiter auszubauen, sollen die mobilen Roboter selbstständig weitere Sensoren und WLAN-Stationen installieren.

„Unsere Vision ist, dass sich die intelligenten Maschinen irgendwann selbst ihr Ziel und den Weg dorthin suchen, indem sie zum Beispiel Erzgänge unter Tage erkennen und selbständig abbauen,“ so Prof. Helmut Mischo, Projektleiter von ARIDuA und wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Lehrbergwerks „Reiche Zeche“. Aber auch im Tunnelbau, bei Sprengungen oder bei Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen ist der Einsatz intelligenter Roboter künftig denkbar.

ARIDuA wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) mit rund 1,3 Millionen Euro für drei Jahre (bis Juni 2020) gefördert. Beteiligt sind die TU-Institute für Bergbau und Spezialtiefbau, Informatik, Markscheidewesen und Geodäsie, Elektronik- und Sensormaterialen sowie Automatisierungstechnik.

 

 
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