Mit 361.711 Einwohnern (Stand 30.06.2012) ist der Erzgebirgskreis der einwohnerstärkste Landkreis Ostdeutschlands. Nicht nur deshalb ist er für die Wirtschaft ein attraktiver Standort. Die Erzgebirger produzieren Spitzenqualität – sowohl in kleinen Handwerksbetrieben als auch in High-Tech-Unternehmen. Durch die Nutzung der natürlichen Ressourcen des Erzgebirges sind die Metallverarbeitung, die Kunststoffindustrie, die Textilverarbeitung und die Holzwirtschaft traditionell besonders stark vertreten. Dominiert wird der starke Mix aus kleinen und mittleren Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe mit fast 50 Prozent vom Metallbereich. Früher hier gefördert, ist das Metall der Werkstoff, der heute tagtäglich be- und verarbeitet und in jede Form gebracht wird. Bis heute entstand ein enormer Fundus aus ingenieurtechnischen Erkenntnissen, handwerklichem Geschick und branchengebundenem Spezialwissen. Davon profitieren nicht nur Traditionsunternehmen, sondern besonders Neugründer und geschäftstüchtige Investoren: So entstehen heute unter den Augen der Fachkräfte Sondermaschinen für die Autoindustrie, innovative technische Textilien für die Auto-, Bau- und verarbeitende Industrie sowie High-Tech für die Umwelt. Starke Partner finden die Unternehmen in den etwa 6.600 Handwerksbetrieben, die in 36 Innungen in der Kreishandwerkerschaft organisiert sind. Die Vielzahl an Unternehmen garantiert eine ungewöhnlich breite Branchenvielfalt mit besonderer Kundennähe. Denn nur in vier Autobahnstunden erreicht man vom Erzgebirge aus knapp 26 Millionen Konsumenten.
Mehr als die Hälfte der Fläche wird in der Region landwirtschaftlich genutzt. Zwei Prozent aller Beschäftigten im Erzgebirgskreis sind in den über 1.000 Landwirtschaftsbetrieben beschäftigt. Es dominieren die Rinderhaltung bzw. Milchviehproduktion. Viele Unternehmen bieten ihre Produkte vor Ort als Direktvermarkter an.
Die landschaftlich reizvolle Region mit ihren vielen kulturellen und touristischen Angeboten gilt zudem als die größte zusammenhängende Tourismusregion Sachsens und lockt jährlich zahlreiche Touristen in das sächsische Mittelgebirge.
Fleiß, Erfindergeist, bodenständige Bescheidenheit und absolute Zuverlässigkeit zeichnen den Erzgebirger seit Jahrhunderten aus. Und eben diese Eigenschaften haben den Erzgebirger zu dem gemacht, was er heute verkörpert: fachliche Kompetenz und Leistungskraft. Damit das so bleibt, setzt man vorausschauend auf rechtzeitige Einbindung der bodenständischen Nachwuchsfachkräfte in die regionale Wirtschaft. Kooperationen zwischen Schulen, Universitäten, der Berufsakademie Breitenbrunn und den regionalen Unternehmen bieten viele Vorteile – für die jungen Leute mit frischen Ideen und die erfahrenen Unternehmer. Das Ergebnis sind hoch qualifizierte Fachkräfte, die Higt-Tech-Unternehmen anziehen. Ein fundiertes Bildungssystem ist die Basis für die gut ausgebildeten Fachkräfte. 38 Mittelschulen, 11 Förderschulen, 12 Gymnasien, ein Kolleg und 18 berufliche Schulen bzw. berufliche Schulzentren in Trägerschaft der Kommunen, des Landkreises oder in freier Trägerschaft – die Schullandschaft im Erzgebirgskreis ist vielseitig und lebensbegleitend.
Den Wirtschaftsstandort Erzgebirge attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten, ist das Ziel der Partner der Wirtschaftsförderung im Erzgebirgskreis.